• Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

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Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise

Nachfolgend können Sie sich in kompakter Form zu den aktuell verfügbaren Hilfsmaßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus informieren und die jeweiligen Formulare herunterladen:

 

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Konjunkturpaket zur Bewältigung der Corona-Krise

Gemäß der Sitzung des Koalitionsausschusses vom 03.06.2020 sind nachfolgende steuerliche Änderungen zur Bewältigung der Corona-Krise

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geplant:

  • Überbrückungshilfen für Unternehmen, mit Umsatzrückgängen in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 sowie in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern mit Zuschüssen von bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % (bzw. 80 % bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 %), max. € 150.000 (max. € 9.000 bei bis zu fünf Beschäftigten und max. € 15.000 bei bis zu 10 Mitarbeitern) für drei Monate. Die Anträge sollen bis zum 31.8.2020 gestellt werden können.
  • Befristete Reduzierung des Umsatzsteuersatzes von 19% auf 16% und des ermäßigten Umsatzsteuersatzes von 7% auf 5% im Zeitraum vom 01.07.2020 bis 31.12.2020
  • Erhöhung des Kindergeldes um einmalig € 300 (nicht jedoch des Kinderfreibetrages)
  • Erhöhung des Entlastungsbetrages für Alleinerziehende von € 1.908 auf € 4.000 für 2020 und 2021
  • Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für in 2020 und 2021 angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter
  • Erhöhung des Verlustrücktrages auf max. 5 Mio. € (10 Mio. € bei Zusammenveranlagung) und Einführung einer Rücklage, um den Verlust bereits bei der Veranlagung des Jahres 2019 nutzen zu können
  • Verschiebung der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer auf den 26. des Folgemonats
  • Option für Personengesellschaften zur Besteuerung nach dem Körperschaftsteuerrecht

Ein Gesetzesentwurf liegt noch nicht vor. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums der Finanzen.

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Antrag auf Kurzarbeitergeld

Sofern Ihre Mitarbeiter von einem Arbeitsausfall von mindestens 10% betroffen sind, können Sie bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen.

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Ablauf:

1. Betriebliche Vereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit: Formulierungshilfe

2. Formular "Anzeige über Arbeitsausfall" bei der Agentur für Arbeit einreichen

3. Am Monatsende erstattet die Agentur für Arbeit das Kurzarbeitergeld sowie seit dem 01.03.2020 die damit zusammenhängenden Sozialversicherungsbeiträge an den Arbeitgeber.

Die Höhe des Kurzarbeitergeldes beträgt grundsätzlich 60% bzw. bei Personen mit Kindern 67% des ausgefallenen Nettolohnes. Der entsprechende Wert kann dieser Tabelle entnommen werden.

Ab dem 4. Monat der Kurzarbeit erhöht sich das Kurzarbeitergeld auf 70% bzw. 77%, (mit Kinder) ab dem 7. Monat (mit Kinder) auf 80% bzw. 87% des Nettolohnes. Voraussetzung ist ein mindestens 50%-iger Arbeitsausfall. Weitere Informationen unter: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-Beschaeftigung-fuer-alle.html

Nach dem Entwurf des Corona-Steuerhilfegesetzes soll die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes bis auf 80% des ausgefallenen Unterschiedsbetrages zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt durch den Arbeitgeber neben der bisherigen Sozialversicherungsbefreiung nun auch von der Lohnsteuer freigestellt werden.

Nicht anspruchsberechtigt sind geringfügig Beschäftigte sowie Auszubildende (innerhalb der ersten 6 Wochen). Weitere Informationen können Sie den fachlichen Weisungen der Bundesagentur für Arbeit entnehmen.

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Unterstützungszahlungen an Arbeitnehmer bis zu € 1.500 steuerfrei

Während der Corona-Pandemie im Zeitraum vom 01.03.2020 bis 31.12.2020 ausgezahlte Beihilfen und Unterstützungen an Beschäftigte (unabhängig von der Berufsgruppe) sind nach § 3 Nr. 11 EStG steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern sie zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn gezahlt werden. Dies gilt auch für geringfügig Beschäftigte. Zuschüsse bzw. Aufstockungen zum Kurzarbeitergeld sind hingegen ausdrücklich nicht befreit.

Weiterführende Informationen: BMF-Schreiben vom 09.04.2020

Verdienstausfall-Entschädigung an Eltern - "Elternhilfe-Corona"

Für den Verdienstausfall aufgrund der fehlenden Kinderbetreuung können Eltern von Kindern unter 12 Jahren nach 56 Abs. 1a IfSG eine Entschädigung

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in Höhe von 67% des entgangenen Nettoeinkommens, max. € 2.016/Monat seit dem 30.03.2020 für die Dauer von 2x10 Wochen (für beide Elternteile) beantragen. Ausgeschlossen ist die Zeit der Osterferien. Weitere Voraussetzung ist, dass keine anderweitige Betreuungsmöglichkeit besteht, die Tätigkeit im Home-Office nicht ausgeübt werden kann und kein Kurzarbeitergeld bezogen wird. Der Abbau von Überstunden/Zeitguthaben gilt vorrangig und schließt den Erstattungsanspruch aus.

Die Entschädigung wird an Selbstständige und Arbeitnehmer (auch geringfügig Beschäftigte) ausbezahlt. Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber in Vorleistung zu gehen. Anschließend erfolgt die Erstattung an den Arbeitgeber.

Bei Selbstständigen wird als Verdienstausfall ein Zwölftel des letzten jährlichen Arbeitseinkommens zugrunde gelegt. Darüber hinaus können Aufwendungen für die private soziale Sicherung in angemessenem Umfang geltend gemacht werden.

Der Antrag für Bayern kann HIER online gestellt werden.

Die Entschädigung ist lohn- bzw. einkommensteuerfrei.

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Bonus für Pflege- und Rettungskräfte in Bayern

Selbstständige und Arbeitnehmer, die in Bayern im Bereich der Langzeitpflege, der Behindertenhilfe, im Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik pflegerisch oder im Rettungswesen tätig sind

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erhalten vom Freistaat Bayern einen einmaligen Corona-Pflegebonus in Höhe von EUR 500, bei einer Tätigkeit bis zu wöchentlich 25 Stunden von EUR 300. Der Antrag ist bis zum 31.05.2020 beim Landesamt für Pflege online zu stellen.

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Künstlerhilfe Corona in Bayern

Zur Sicherung der Existenz freischaffender Künstler in Bayern, welche ihren Lebensunterhalt überwiegend mit künstlerischer Tätigkeit verdienen,

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gewährt der Freistaat Bayern eine Finanzhilfe in Höhe des Verdienstausfalles, max. jedoch in Höhe von € 1.000 jeweils für drei aufeinanderfolgende Monate. Der Leistungszeitraum endet am 30.09.2020.

Der Antrag kann elektronisch unter https://www.kuenstlerhilfe-corona.bayern eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

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Förderung für Trennschutzscheiben in Personenbeförderungsmitteln

Die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) fördert den Einbau von Trennschutzscheiben zwischen Fahrer und Fahrgast in Fahrzeuge zur Personenbeförderung.

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Gefördert werden die Material- sowie die gegebenenfalls anfallenden Einbaukosten mit einem Betrag von bis zu € 400 Euro pro Fahrzeug. Anträge können bis Ende August 2020 bei der BAV gestellt werden.

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Zuschuss zur Einführung von Homeoffice

Über das Förderprogramm "go digital" des Bundeswirtschaftsministeriums können u. a. 50% der Beratungskosten

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zur Einführung von Homeoffice bei einem maximalen Beratertagessatz von € 1.100 für maximal 30 Tage bezuschusst werden. Förderfähig sind Beratung sowie Umsetzung von Homeoffice-Lösungen, inkl. der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. Weitere Informationen unter:

https://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html

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Rückforderung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung

Unternehmer, welche die Umsatzsteuer-Voranmeldung monatlich beim Finanzamt abgeben, können zur Verbesserung ihrer Liquidität in der Corona-Krise

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nun auch in Bayern die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2020 zurückfordern. Die gewährte Dauerfristverlängerung bleibt hingegen bestehen.

Hierzu soll ein berichtigter Antrag (Kennzahl 10 = „1“) via ELSTER entsprechend des Vordrucks „USt 1 H“ (Wert 1 in Zeile 22) mit dem Wert „0“ in der Zeile 24 und 25 (Kennzahl 38) an das Finanzamt übermittelt werden. Es braucht ausdrücklich kein schriftlicher Antrag gestellt zu werden.

Weitere Infos unter:
https://www.stmfh.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/24153/index.htm

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Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Für die durch die Corona-Krise beeinträchtigte Arbeitgeber, welche trotz Antrag auf Kurzarbeitergeld, Fördermittel und Kredite die Sozialversicherungsbeiträge nicht zum Fälligkeitsdatum entrichten können, gewähren die Krankenkassen eine zinsfreie Stundung.

Die AOK Bayern hat hierfür einen Musterantrag zur Verfügung gestellt. Der Antragsteller ist verpflichtet, die Sozialversicherungsbeiträge sofort nach Erhalt des Kurzarbeitergeldes zu entrichten.

 

Kfw-Corona-Hilfskredite und LfA-Schnellkredite

Inzwischen sind die Corona-Hilfskredite der Kfw-Bank verfügbar: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Unternehmen-erweitern-festigen/Finanzierungsangebote/KfW-Unternehmerkredit-Fremdkapital-(037-047)/

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Für Unternehmen, welche seit mindestens 5 Jahren am Markt sind, kann ein Kredit für Investitionen und Betriebsmittel bei einer bis zu 90%-igen Haftungsfreistellung bei 1% - 2,12% Zinsen beantragt werden.

Das entsprechende Kfw-Merkblatt steht unter https://www.kfw.de/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000000188-Merkblatt-037-047.pdf zum Herunterladen bereit.

Für mittelständische Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten, welche vor dem 02.01.2019 gegründet wurden, stellt die Kfw Schnellkredite in Höhe von 3 Monatsumsätzen, max. € 500.000 (bis zu 50 Beschäftigte) sowie bis zu max. 800.000 (> 50 Beschäftigte) bei einem Zinssatz von 3 % und einer Laufzeit von 10 Jahren zur Verfügung. Hier erhält die Bank eine 100%-ige Haftungsfreistellung durch den Bund: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_578176.html

Für Unternehmen mit Sitz in Bayern mit bis zu 10 Mitarbeitern können über die LfA Schnellkredite über bis zu EUR 100.000 (bis 5 Mitarbeiter: EUR 50.000), max. 25% des Umsatzes aus 2019 bei 100%-iger Haftungsfreistellung durch den Freistaat Bayern beantragen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://lfa.de/website/de/aktuelles/_informationen/Coronavirus/index.php

Die Kfw-Corona-Hilfskredite und LfA-Schnellkredite werden über die Hausbank ausgereicht.

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Grundsicherung für Selbstständige

Selbstständige und Gewerbetreibende, welche durch die Corona-Krise ihren Lebensunterhalt nicht durch eigenes Einkommen decken können, haben Anspruch auf Grundsicherung durch Arbeitslosengeld II, wenn die Bedarfsgemeinschaft die Voraussetzungen hierfür erfüllt und insbesondere nicht über erhebliches Vermögen verfügt: Informationen und Anträge auf Grundsicherung

Corona-Krisenabwehr-Checkliste

Für alle, die systematisch vorgehen wollen: hier finden Sie eine Checkliste des IWW-Verlages zur Krisenabwehr während der Corona-Pandemie.

Wir wünschen Ihnen allen ein erfolgreiches Durchstehen dieser schwierigen Zeit und bleiben Sie gesund!